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Bauzeit:
2014-

Leistungsphasen:
1-9

Bauherr:
privat 

Veste Spantekow

Sicherungsmaßnahmen Dach und Sanierung unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten

Die Festung Spantekow ist die einzige erhaltene bastionäre Befestigung eines historischen Anwesens der früheren Renaissancezeit in Nord-Deutschland. Sie entstand 1558–67 als eine der ersten Anlagen nach italienischem Vorbild unter Einschluss einer polygonalen Ringmauer von 40 m Durchmesser mit Torhaus aus der Zeit um 1300. 

Auf dem Burghof hat sich mit Burg- und Wirtschaftsgebäude auch die renaissancezeitliche Bebauung mit großräumig angelegten Kasematten und Verlies erhalten. 

Die historische Dachanlage des Wirtschaftsgebäudes konnte 2014 gesichert werden. Dazu waren die Schäden am Dachtragwerk und am Giebelmauerwerk zu beheben und die Flächen mit Biebern neu einzudecken.

2015 wurde die Sicherung der alten Ringmauer der Festung Spantekow als Baumaßnahme begonnen.

Nach Entfernung des Bewuchses auf und an der Ringmauer und Stellung des Gerüstes wurde das gesamte Ausmaß der bereits fortgeschrittenen Schädigung der Burgmauer sichtbar. Es wurde festgestellt, dass die Burgmauer, die sich als monolithische Natursteinmauer darstellt, auf der Innenseite in Natursteinmauerwerk ausgeführt wurde, während die äußere Verblendung aus Ziegeln und Natursteinvormauerung aus dem 19. Jahrhundert besteht.

Durch eindringendes Niederschlagswasser und Bewuchs haben sich die drei Schalen voneinander gelöst. Es war neben dem sehr aufwendigen Entfernen des Bewuchses und dem Herstellen einer Wasser ableitenden Oberfläche das sogenannte „Vernadeln“ der Schichten mit Edelstahlankern zum Bestandserhalt erforderlich.

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